Geplanter Verkauf Rund 400 Beschäftigte fordern Klarheit über Zukunft des Alstom-Werks

Rund 400 Alstom-Beschäftigte haben am Mittwochvormittag mit uns für umfassende Informationen und eine stärkere Einbindung der Belegschaft in die geplante Zukunft des Alstom-Werks in Kassel demonstriert.

Demo Alstom

30. September 2026 30. September 2026


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich am Werkstor in der Holländischen Straße und zogen anschließend gemeinsam zum Philipp-Scheidemann-Haus. Dort fand ab 10:30 Uhr eine Kundgebung statt, bevor ab 11 Uhr eine nicht öffentliche Betriebsversammlung angesetzt war.
 

Mit dem Protest haben wir verdeutlicht, dass die Beschäftigten Klarheit über den geplanten Verkauf des Werks an Rheinmetall und dessen Auswirkungen auf ihre Arbeitsplätze und die weitere Entwicklung des Standorts erwarten. Die IG Metall fordert von der Unternehmensführung rasche und umfassende Informationen sowie eine Einbindung der Beschäftigten in den weiteren Prozess.
 

»Es scheint in Mode zu kommen, mit der eigenen Belegschaft nur noch über die Presse zu kommunizieren«, kritisierte der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Dennis Schindehütte. »Wir erwarten, dass die Menschen einbezogen werden bei der Planung der Zukunft des Unternehmens, das sie mit ihrer Arbeit nach vorne gebracht haben«, sagte er.
Auch der Vorsitzende des Betriebsrats von Alstom, Markus Hohmann, wandte sich an die Demonstrierenden: »Wir wollen, dass die Tradition des Lokbaus in Kassel weiterlebt«, rief er den Versammelten zu.
 

Der geplante Verkauf des Kasseler Alstom-Werks an Rheinmetall wirft für die Beschäftigten zahlreiche Fragen zur Zukunft des Standorts und ihrer Arbeitsplätze auf. Mit der möglichen Übernahme steht zugleich die lange Tradition des Lokbaus in Kassel vor einem tiefgreifenden Wandel. Mit dem Protestzug wollten die Beschäftigten ihren Wunsch nach Transparenz, Klarheit und Beteiligung am weiteren Prozess zum Ausdruck bringen.