Tarifauseinandersetzung Vierstündiger Warnstreik bei Cooltec

Mit einem weiteren, diesmal vierstündigen Warnstreik haben die Beschäftigten von CO2OLTEC Kältetechnik Deutschland am Standort Kassel-Waldau am 2. Juli von 8 bis 12 Uhr ihren Druck auf die Geschäftsführung erhöht.

Warnstreik Cooltec


Bundesweit beteiligten sich  Beschäftigte an den Protesten gegen den Ausstieg des Unternehmens aus der Tarifbindung.
 
„Die Kolleginnen und Kollegen haben heute erneut ein unmissverständliches Signal gesendet: Sie akzeptieren die Tarifflucht des Arbeitgebers nicht“, sagte IG Metall-Gewerkschaftssekretär Dirk Schulze. „Wenn die Geschäftsführung weiter auf Konfrontation setzt und die Rückkehr in die Tarifbindung verweigert, werden wir den Druck weiter erhöhen.“ Der Kasseler Betriebsratsvorsitzende Daniel Märtens betonte: „Cooltec ist eindeutig cooler mit Tarifvertrag!“
 
Von der Entscheidung des Unternehmens sind nicht nur die 45 Beschäftigten in Kassel betroffen, sondern alle deutschen Standorte mit insgesamt rund 750 Beschäftigten. Tarifverträge sichern faire Entgelte, die 35-Stunden-Woche, Urlaubsgeld und weitere wichtige Leistungen.
 
„Die Geschäftsführung muss endlich Verantwortung übernehmen und die Kündigung der Tarifbindung zurücknehmen“, sagte Schulze. Die Beschäftigten stehen geschlossen hinter der Forderung nach tariflich abgesicherten Arbeitsbedingungen, das hat der erneute Warnstreik gezeigt. „Und sie sind bereit, dafür zu kämpfen“, sagte Schulze.