SBV-Wahlen Schwerbehinderte geraten unter Druck

In rund 40 Betrieben in Nordhessen werden bis Jahresende die Schwerbehindertenvertretungen (SBV) neu gewählt. „Viele Betriebe bauen derzeit Arbeitsplätze ab. Dabei geraten Beschäftigte mit Schwerbehinderung häufig besonders unter Druck“, sagt Dr. Frank Klobes von der IG Metall Nordhessen.

Jemand steckt mit der linken Hand einen gefalteten Wahlzettel in ein Wahlurne.

2. September 2026 2. September 2026


Laut IG Metall Nordhessen zeigen viele Unternehmen zudem weniger Bereitschaft als früher, Arbeitsplätze an die gesundheitlichen Anforderungen von Schwerbehinderten anzupassen. „Dabei gibt es von den Integrationsämtern erhebliche finanzielle Unterstützung für die behinderungsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen“, betont Klobes. „Wir rufen die Unternehmen auf, sich hier nicht grundlos zurückzuziehen“, so der Gewerkschafter.

Info: Schwerbehindertenvertretungen

Schwerbehindertenvertretungen beraten Betroffene bei Fragen zu Schwerbehinderung und Gleichstellung, unterstützen bei der Durchsetzung des besonderen Kündigungsschutzes und helfen dabei, Arbeitsplätze behinderungsgerecht zu gestalten oder anzupassen. So können sie ganz konkret dazu beitragen, Arbeitsplätze in Nordhessen langfristig zu sichern. Eine Schwerbehindertenvertretung muss gewählt werden, wenn in einem Betrieb mindestens fünf schwerbehinderte oder gleichgestellte Menschen nicht nur vorübergehend beschäftigt sind. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Die IG Metall Nordhessen unterstützt die Schwerbehindertenvertretungen mit einem eigenen Arbeitskreis und regelmäßigen Tagesseminaren. Themen sind unter anderem das Betriebliche Eingliederungsmanagement, das Gleichstellungsverfahren und der besondere Kündigungsschutz.

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